Kinderglück – Der Familienblog

Wie trage ich mein Baby / Kleinkind richtig

Tragen – aber wie?

 

In unserem heutigen Gastartikel von Mama Dominique geht es um das Thema Tragen.

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Dominique ist 25 Jahre und Mama von 2 Kindern im Alter von 2 & 4 Jahren. Durch ihre Kinder hat Dominique die Liebe zum Tragen entdeckt und deshalb ist Sie seit 2015 selber Trageberaterin bei Getragen von Liebe. Ihren Grundkurs zum Thema Tragen hat die 2fache Mama in der Trageschule in Dresden absolviert. Im Januar 2016 hat Dominique dazu noch einen Grundkurs Modul 1 bei Clauwi besucht. Die Theologiestudentin ist außerdem noch Bloggerin auf www.familieunkompliziertblog.wordpress.com auf welchem sie, über das Leben mit Kindern und Tipps & Tricks die das Leben erleichtern, berichtet.

 

Die Vorteile des Tragen

Tragen kommt bei frischgebackenen Mamas und Papa immer mehr in Mode. Das liegt nicht zuletzt an den vielen Vorteilen: Man hat sein Baby ganz nah bei sich und Träger und Tragling profitieren gleichermaßen von der gegenseitigen Nähe und Zuwendung. Die Bindung stärkt sich ganz von allein und das Baby kann noch ein bisschen mehr „wie-in-Mamas-Bauch“-Feeling genießen. Wem das alleine nicht reicht, lässt sich vielleicht von praktischeren Argumenten beeindrucken:

-> getragene Babys weinen nachweislich weniger,
-> sind zufriedener,
-> schlafen leichter ein und haben weniger Verdauungsprobleme.

Außerdem ist es – zumindest für mich – kein Spaß sich mit Kinderwagen in überfüllte Straßenbahnen zu quetschen, Treppen zu überwinden und durch enge Kaufhausgänge hindurch zu manövrieren.

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Womit trage ich am besten?

Gut, tragen ist also toll. Aber womit trage ich am besten? Grundlegend hat man neben dem allseits beliebten „Arm“ noch die Möglichkeit zwischen Tuch und Tragehilfe zu wählen. Am besten man probiert alles beides bei Freundinnen oder Trageberaterinnen (die findest du am besten, wenn du deine Postleitzahl und den Begriff „Trageberaterin“ bei Google suchst. Oder du schaust auf der Seite des Tragenetzwerk, auf der man viele Trageberaterinen findet.

Die Vorteile des Tragetuchs gegenüber der Trage sind: es passt von Anfang bis zum Ende der Tragzeit, du bist wahnsinnig flexibel und kannst ohne Probleme vor dem Bauch, auf der Hüfte und auf dem Rücken tragen. An ein gutes Tragetuch kommst du schon günstiger als an eine gute Trage und du passt bei jedem Einbinden das Tuch optimal auf dich und das Kind an.

Was macht ein gutes Tragetuch aus? Im Volksmund oft als „Tragetuchstoff“ bezeichnet, schmiegt sich ein Tuch, das diagonalelastisch gewebt ist, perfekt an den kleinen Tragling an. Die Standardanfängertücher sind meist aus Baumwolle, 70cm breit und 4,60m lang (Größe 6). Das Flächengewicht sollte bei ca. 200-220g/m² liegen. Gute Tragetuchmarken sind beispielsweise Hoppediz, Didymos, Storchenwiege, Pollora, Fidella, Kokadi,….

Wenn man nun aber kein Tuch möchte oder mit dem Tuch nicht zurecht kommt, gibt es auf dem aktuellen Markt eine Vielzahl an guten Tragehilfen. Eine Trage ist dann supertoll, wenn sie anpassbar ist. Das heißt: der Stoff wo das Kind sitzt (der „Steg“), ist so verstellbar,  dass man die Trage perfekt von Kniekehle zu Kniekehle anpassen und das Kind in einer sogenannten Anhock-Spreiz-Haltung entspannen kann. Das Rückenpanell besteht im besten Fall aus „Tragetuchstoff“ und ist auch anpassbar. Der kindliche Rücken ist in den ersten Lebensmonaten rund und bildet erst langsam durch Kopfheben, Krabbeln, Aufstehen und Laufen seine typische Form aus, die man von Erwachsenen kennt. Alles was den Rücken nicht stützt oder platt drückt, hat beim Tragen nichts zu suchen. Gute Tragehilfenmarken sind beispielsweise Mysol (Girasol), Storchenwiege Carrier, Flytai (Fidella), Limas, Emei, Buzzidil, Huckepack (Baby Roo),…

 

Auf was ist beim Tragen zu achten?

Und was sollte ich tunlichst vermeiden? „Falsches Tragen“ löst immer wieder heftige Diskussionen aus. Bei allen Themen, in denen ihre Babys ins Spiel kommen, reagieren viele Eltern sensibel. Deswegen: Egal wie und mit was ihr tragt, eure Kinder werden immer von der Zuwendung und Nähe profitieren. Trotzdem möchte ich euch einige Tipps mit auf den Weg geben:

  • Achtet stehts drauf, dass eurer Kind „sicher“ getragen wird. Seid ihr euch unsicher, holt euch Rat bei erfahrenen Freunden, Trageberatern, …
  • Achtet darauf, dass die Atemwege immer frei bleiben. Viele Babys vergraben ihre Näschen gerne in Mamas Brust, das ist meist unbedenklich. Gefährlicher sind Schals, Jacken, Tuchbahnen und Co. Immer auf genügend Frischluft achten.
  • Bitte tragt eure Babys mit Gesicht und Bauch immer zu euch gerichtet. Ein Trend geht dahin, Babys mit dem Gesicht nach vorn vor dem Bauch zu tragen. Dadurch kann das Baby zwischendrin aber nicht mal kurz „abschalten“ und nimmt alle Reize ungefiltert auf. Überreizung und abendliche Schreiphasen sind oft die Folge. Will euer Baby mehr sehen, probiert eine Hüft-oder Rückentragevariante aus oder gebt ihnen die Möglichkeit auf eurem Arm, die Welt zu entdecken.
  • Harte Plaste- oder Metallteile haben an Babys Rücken beim Tragen nichts verloren. Nicht optimal sind auch schmale Stege, bei denen Babys Beine gerade nach unten baumeln.
  • Und noch als Anmerkung zum Tuch: bei Babys, die sich noch nicht selbstständig hinsetzen können, kommt bei gewebten Tüchern nur eine einzige Schicht über Babys Rücken. Nicht auffächern, auch wenn das in alten Anleitungen manchmal noch so abgebildet ist. Das ist zu viel Druck. (Anders bei elastischen Tüchern: dort immer drei Bahnen über dem Baby Rücken!)

Falls ihr euch jetzt unsicher seid oder Fragen habt, besucht einfach unseren Trageblog. Dort haben wir viele Basic-Infos und Tipps und Tricks für euch zusammengestellt. Wenn ihr dort nicht fündig werdet oder gerne eine persönliche Rückmeldung möchtet, könnt ihr uns auch gerne bei auf unserer Facebookseite www.facebook.com/Getragen.von.Liebe oder per Email (getragen_von_liebe@yahoo.com) kontaktieren.

Viele liebe Grüße

Eure Dominique Meichsner (Trageberaterin)

 

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