Kinderglück – Der Familienblog

Das neue Elterngeld Plus

Am 01 Juli 2015 ist das Elterngeld Plus in Kraft getreten. (Anzeige)

 

Mit der Neuregelung, das Elterngeld Plus, will Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern und so die Kombination aus Elternzeit und Teilzeitarbeit attraktiver machen.
Alle Eltern deren Kinder ab dem 01. Juli 2015 geboren werden, können nun zwischen dem bisherigen Elterngeld, welches nun Basiselterngeld genannt wird und dem neuen Elterngeld Plus wählen.
In Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, habe ich Euch ein paar wichtige Infos dazu zusammen gefasst. Viele weitere Informationen zum Elterngeld Plus findet ihr unter http://elterngeld-plus.de

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Das bisherige Elterngeld

Müttern und Vätern stehen zwölf Monatsbeträge zur Verfügung, die sie untereinander aufteilen können. Wenn beide Eltern das Elterngeld nutzen und ihnen Erwerbseinkommen wegfällt, wird für zwei zusätzliche Monate (Partnermonate) Elterngeld gezahlt. So konnte gemeinsam maximal 14 Monate Elterngeld bezogen werden. Das Elterngeld beträgt hier 65% des bereinigten Nettoeinkommens. Mindestens aber 300 Euro und maximal 1800 Euro. Lag das Einkommen vor der Geburt unter 1000 Euro, so steigt das Elterngeld bis auf 100 %.
Auch wir haben diese Regelung ausgenutzt und 14 Monate Elterngeld bezogen. Ich habe das Elterngeld jeweils 12 Monate bezogen und auch mein Mann hat mich bei der Erziehung der Kinder untersützt und ebenfalls 2 Monate Elterngeld / Elternzeit beantragt. Alleinerziehende können übrigens die vollen 14 Monate beantragen.

Ein Rechenbeispiel für das Elterngeld welches nun Basiselterngeld heißt:
Mama Hinze verdient als Bürokauffrau 1400 Euro Netto in den letzten 12 Monaten vor der Geburt. Beantragt sie das Basiselterngeld um sich 12 Monate nach der Geburt um ihr Baby zu kümmern, so bekommt sie ein monatliches Elterngeld von 65 %, welches in diesem Fall 910 Euro wären. 12 x 910 = 10.920 Euro Elterngeld.
Papa Hinze kann hier ebenfalls nochmal 2 Monate Elterngeld beziehen, welches ebenfalls 65 Prozent seines durchschnittlichen Nettoeinkommens der letzten 12 Monate wären.

Elterngeld & Teilzeitarbeit vor dem 01.07.2015

Leider war es aber auch so, das Mütter die z.B. nach dem vollendeten 6 Lebensmonat des Babys wieder Teilzeit gearbeitet haben, zwar noch 6 Monate Anspruch auf Elterngeld hatten. Dieses wurde aber mit Ihrem Gehalt verrechnet und viel deshalb viel geringer aus.

Rechenbeispiel für Teilzeitarbeit in der Elternzeit vor dem 01.07.2015
Statt € 1.400 in Vollzeit verdient Mama Hinz € 560 in Teilzeit (40 Prozent) , also 840 Euro weniger.
Aus dieser Differenz von 840 € berechnet sich  das Elterngeld, 65% von 840 = 546 €.
Sie bekam also im teilzeitbeschäftigten 6.-12. Lebensmonat nur 546 Euro ausbezahlt anstatt die 910 Euro. 6 x € 546 = € 3.276.
Zusammen mit den 6 x 910 € aus den daheimgebliebenden 1.-6. Lebensmonaten sind das
5.460 + 3.276 = € 8736 Elterngeld nach alter Rechtslage in 12 Monaten.

(Frau Hinz hatte also „wegen“ ihrer Teilzeitarbeit 2.184 Euro weniger Elterngeld erhalten)

Das neue Elterngeld Plus

Mit dem neuen Elterngeld Plus sollen Eltern die nach der Geburt des Kindes Teilzeit Arbeiten möchten, länger Elterngeld beziehen und somit das Elterngeldbudget besser ausnutzten.
So bekommt z.B. die Mutter welche 6 Monate nicht Erwerbstätig ist und dann wieder Teilzeit arbeiten geht, für jeden Monat Teilzeittätigkeit einen halben Elterngeldmonat dazu. Das heißt die Mutter bekommt 6 Monate ihr volles Elterngeld + 12 Monate die Hälfte des Elterngeldes.

Rechenbeispiel:
Frau Hinz bekommt die ersten 6 Monate in der sie komplett zuhause bleibt 910 Euro Elterngeld im Monat. 6 x 910 = 5460 Euro. Für die Lebensmonate 6-12 in der Frau Hinze Teilzeit arbeitet, bekommt Frau Hinze maximal die Hälfte des Basiselterngeldes also 455 Euro pro Monat. 6 x 455 Euro = 2,730 Euro.
Die andere Hälfte geht aber nicht „verloren“, diese bekommt Frau Hinze in den Monaten 13-18. Nochmal 6 x 455 = 2730 Euro. So kommt Frau Hinz ebenfalls wieder auf die 10.920 Euro, welche sie auch erhalten hätte, wenn Sie in ganz daheim geblieben wäre, diesmal aber eben in 18 statt 12 Monaten.
Das Elterngeld Plus kann maximal 24 Monate bezogen werden, das wäre z.B. der Fall wenn Frau Hinze direkt nach der Geburt wieder in Teilzeit arbeiten gehen würde.

Der Partnerschaftsbonus

Zusätzlich zum Elterngeld Plus gibt es auch noch den sogennanten Partnerschaftsbonus.
Arbeiten Mutter und Vater für vier Monate gleichzeitig zwischen 25 und 30 Wochenstunden, erhält jeder von ihnen einen Partnerschaftsbonus in Form von vier zusätzlichen Elterngeld Plus­ Monaten.

Elterngeldplus
(Quelle: http://www.elterngeld-plus.de/fileadmin/templates/pdf/broschuere_elterngeldplus.pdf )

Außerdem sind folgende Punkte neu, um die Elternzeit flexibler zu gestalten:

  • Eltern können nun eine nicht in Anspruch genommen Elternzeit von bis zu 24 Monaten zwischen dem dritten und dem vollendeten achten Lebensjahr des Kindes in Anspruch nehmen. Vor dem 01.07.2015 waren es nur 12 Monate.
    Eine Zustimmung des Arbeitgebers für die Übertragung ist nicht mehr erforderlich
  • Die Elternzeit die zwischen dem 3 und 8 Lebensjahr des Kindes genommen wird, muss 13 Wochen vorher angekündigt werden. Dies waren bisher 7 Wochen vorher.
  • Die Elternzeit ist nun in 3 Zeitabschnitte pro Elternteil einteilbar. Bisher waren es nur 2 Zeitabschnitte.
  • Wird die Elternzeit nicht komplett in Anspruch genommen, wird die restliche Elternzeit automatisch auf die Zeit nach Vollendung des 3. Lebensjahres des Kindes übertragen. So bleibt der Anspruch auf Elternzeit auch nach einem Arbeitswechsel erhalten
  • Möchte der Arbeitnehmer allerdings die Elternzeit bei einem neuen Arbeitgeber beantragen, so muss er auf Verlangen eine Bescheinigung über bereits beanspruchte Elternzeit vorzulegen

 

Ich persönliche finde das das neue Elterngeld Plus eine gute Sache ist. Elternzeit und Teilzeitarbeit können so besser vereinbart werden und Erziehungszeiten flexibler genutzt werden.

Was ist Eure Meinung zu dem neuen Elterngeld Plus? Findet ihr das ganze Sinnvoll? Hättet ihr es genutzt? Und Euch damit vielleicht sogar eher entschieden wieder früher in den Beruf zurückzukehren?

 

Viele liebe Grüße und ein tolles Wochenende wünscht Euch

Jenny

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Kommentare (28)

  1. Maries Testexemplar

    Hallo Jenny,
    schauen wir mal ob ichs richtig verstanden habe.

    2011 bei meinem ersten hatte ich mein Elterngeld auf 2 Jahre aufgeteilt also das heißt auch 24 Monate Elterngeld bezogen und mein Mann ist ebenfalls zwei Monate in Elternzeit gegangen.
    Damals durfte ich im ersten vollen Jahr nicht arbeiten, hätte im zweiten wo ich aber auch noch Elterngeld bekommen habe arbeiten dürfen.

    Ich habe einen Nebenjob den ich ungern aufgeben würde der aber nicht mal 160€ ausmacht und ich würde gerne wie 2011 Elterngeld wieder für zwei Jahre beziehen. Darf ich meinen Nebenjob nun ganz normal ausführen mit dem neuen Elterngeld? Ja, oder? Damals nicht aber nun oder? Ich finde das alles bissl kompliziert genau wie mit dem extra Bonus. Vielleicht kannst du mir ja helfen, ansonsten geh ich morgen in die Stadt und frag die Stelle direkt 😉
    Liebe Grüße Marie

    Antworten
    1. Jennifer (Beitrag Autor)

      Hallo Marie, wenn du nur den Mindestsatz von 300 Euro Elterngeld bekommst, dann darfst soweit ich weiß 160 Euro dazu verdienen, ohne das dir etwas abgezogen wird – da du ja sowieso nur den Mindestsatz bekommst. Oder warst du zwischen den Kindern nochmal Arbeiten, ausser deinem Nebenjob? lg jenny

      Antworten
      1. Maries Testexemplar

        Ja ich habe Teilzeit zusätzlich zum Nebenjob gearbeitet.

        Antworten
        1. Jennifer (Beitrag Autor)

          Dann wird dein Elterngeld mehr als der Mindestsatz von 300 Euro sein oder?

          Antworten
  2. Iwaa

    Hallo 🙂

    Ich frag auch gleich mal.
    Ich habe im mai’14 ein jungen bekommen, dessen elternzeit 1 jahr betrug. Jetzt bin ich in der 19 woche schwanger und versteh das neue elterngeld überhaupt nicht. Ich habe anfang dezember entbindungstermin und möchte diesmal 2 jahre ez nehmen. Ich würde dann basis elterngeld bekommen ( wenn ich nicht arbeiten gehe) bleibt der mindestsatz dann 300€? Oder ist dieser gekürzt? Ich werde nicht arbeiten gehen weil ich mit meinem ag in streit liege und alles vor gericht geht. Und wie wird dies berechnet? Ich habe ja mai’15-zur geburt nur 6 monate gehalt bezogen ( theoretisch), werden die anderen 6 monate mit 0 bewertet?!

    Antworten
    1. Jennifer (Beitrag Autor)

      Hi Evi,

      der Mindestsatz des Elterngeldes beträgt immer 300 Euro, das ist beim neuen Elterngeld genauso. Diesen bekommst du dann also auf alle Fälle! Du warst dann von mai 14 bis mai 15 in Elternzeit und hast Elterngeld bezogen oder? Ich glaube es ist in deinem Fall dann so das das Gehalt welches du die 6 Monate vor Geburt deines 2 Kindes gearbeitet hast und die 6 Monate vor Geburt deines ersten Kindes zur Berechnung deines Elterngeldes genommen werden. Aber 100 % Sicher bin ich mir da auch nicht, da ich diesen Fall bei unseren Mäusen nicht hatte. Ich hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen. lg jenny

      Antworten
  3. Pingback: Marie's Testexemplar » Schwangerschaft, Elterngeld und Co.

  4. Jasmin

    Hallo Jenny,

    ich bin heute morgen über deinen Blog gestolpert und seit dem fleißig am lesen 🙂 Vielen Dank für deine informativen Einträge! Ich befasse mich gerade selbst mit dem Thema Elterngeld, da ich in den nächsten Wochen zum ersten mal Mami werde. Ich finde das Thema sehr komplex und weiß noch nicht so genau wie wir es machen werden. Danke für deinen Blog Eintrag!

    Liebe Grüße,
    Jasmin

    Antworten
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