Kinderglück – Der Familienblog

Erste Hilfe Maßnahmen – Vergiftung

Die letzten 2 Wochen habe ich Euch über die Erste-Hilfe Maßnahmen zu dem Thema Verbrennungen und Ertrinken berichtet. Heute möchte ich zu dem Thema Vergiftung kommen. Meist wollen sie nur herausfinden, wie der interessante grüne Saft schmeckt, den Mama immer zum Spülen des Geschirrs benutzt. Oder sie wollen die bunten Bonbons kosten, die Oma morgens und abends schluckt. Der Neugier kleiner Kinder sind keine Grenzen gesetzt und der eigene Haushalt ist im Hinblick auf Vergiftungen immer noch der gefährlichste Ort. Kinder unter sechs Jahren vergiften sich am häufigsten mit Medikamenten, Haushaltschemikalien, Drogerieprodukten und – je nach Jahreszeit – mit Pflanzenteilen.

Folgende Anzeichen können auf eine Vergiftung deuten:
  • Ungewöhnliches Verhalten, z.B. Erregungszustände, Zittrigkeit, Gangunsicherheit, Müdigkeit, Bewusstseinstrübung, Apathie bis hin zu Bewusstlosigkeit
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Krampfanfall
  • Speichelfluss
  • Krampfartige Bauchschmerzen
  • Kopfschmerzen, Schwindel
  • Atemstörung bis hin zum Atemstillstand
  • Schock
  • Herz-Kreislauf-Versagen
Erste-Hilfe-Maßnahmen:
  • Ruhe bewahren
  • Ist Ihr Kind ansprechbar, dann den Mund öffnen und versuchen eventuell vorhandene Reste des Eingenommenen mit einem Finger auszuwischen.
  • Wichtig ist die Frage, was und wie viel das Kind zu sich genommen hat. Die Reste des Eingenommenen aufbewahren (z.B. Tabletten, Pflanzenteile, Pilze oder Chemikalienverpackungen). Diese mit zum Arzt oder ins Krankenhaus nehmen, damit der Arzt feststellen kann, um welche Vergiftung es sich handelt.
  • Erbricht sich das Kind, dann kann man ihm helfen es zu stützen und ihm beruhigend über den Rücken zu streicheln.
  • Auf keinem Fall das Erbrechen nach einem Krampfanfall povozieren, bei Störung des Bewusstseins oder der Atmung und nach dem Einnehmen von ätzenden oder schäumenden Substanzen wie Säuren, Laugen, Haushaltsreinigern.
  • Falls das Kind von alleine erbricht soll das Erbrochene in einem Gefäß gesammelt werden und dem Arzt zur Analyse mit gebracht werden.
  • Zeigt das Kind Anzeichen einer Vergiftung sollte der Notarzt 112 gerufen werden.
  • Zeigt das Kind keine Anzeichen einer Vergiftung, nachdem es eine eventuell giftige Substanz eingenommen hat, bitte bei dem Gift-Notruf Ihrer Region anrufen. Die Art und Menge der giftigen Substanz, die es eingenommen hat, sollte am Telefon angegeben werden. Die Notruf Zentrale wird dann weitere Anweisungen mitteilen.
  • Auf gar keinem Fall Milch zum trinken geben. Denn Milch kann bewirken, dass das Gift schneller im Blut aufgenommen wird.

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(Alle Angaben sind wie immer ohne Gewähr, wurden aber von  mir mit großer Sorgfalt für Euch zusammen gestellt)

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Kommentare (2)

  1. nathalie

    Wichtiges Thema! Mein jüngster Sohn hatte vor kurzem einen nicht aufgelösten Geschirrspülertab aus dem Geschirrspüler gefischt und ehe ich mich versah, hatte er ihn aufgegessen! Das war eine Aufregung und auf Anraten des Giftnotrufs war ich dann in der Notaufnahme. War dann alles harmlos, er hatte noch nicht mal Durchfall und auch keine Verätzungen. Aber da ist mir schon ganz anders geworden und auf dem Weg zum Krankenhaus ist das Auto dreimal abgesoffen…

    Antworten
    1. Jennifer (Beitrag Autor)

      Ja es geht einfach so schnell, kurz nicht hingeschaut und schon haben die kleinen irgendwas in den Mund gesteckt!
      Ich fands einfach wichtig dazu nochmal etwas auf dem Blog zu schreiben, da das ganze ja auch gefährlich ausgehen kann!!

      Antworten

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